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Medizinische Softwareassistenten beruhen auf der Idee, dass ein Computer bestimmte Aufgaben unermüdlich, zuverlässig und effizient erledigen kann, während die diagnostische bzw. therapeutische Entscheidung weiterhin dem Menschen überlassen bleiben sollte. Um eine optimale Zusammenarbeit zwischen Mensch und Computer zu gewährleisten, müssen die Softwareassistenten spezifisch für die jeweiligen Aufgaben konzipiert und getestet werden. Wesentliche Kriterien hierfür sind die Robustheit gegenüber technischen und biologischen Variationen der eingehenden Daten, eine durchgehende Behandlung möglicher Messfehler sowie die leichte Erlernbarkeit und Effektivität der angebotenen Benutzungsschnittstelle. Darüber hinaus muss eine störungsfreie Einbettung in den klinischen Workflow gewährleistet werden.
Durch den gezielten Einsatz von Softwareassistenten lassen sich nicht nur bestehende Verfahren effizienter gestalten, sondern es werden auch völlig neue diagnostische und thera-peutische Ansätze ermöglicht. Beispiele finden sich in der quantitativen Verlaufskontrolle bei Krebserkrankungen oder bei neurodegenerativen Erkrankungen, z.B. Morbus Alzheimer oder Multiple Sklerose, sowie in der patientenindividuellen Operationsplanung durch den Einsatz dreidimensionaler Analyse- und Visualisierungswerkzeuge. Es werden Beitragseinreichungen zu folgenden Themen erwartet:
- Softwareergonomie und Benutzungsschnittstellen von Softwareassistenten
- Werkzeuge/Strategien für Prototyping/Entwicklung von Softwareassistenten
- Evaluierung der Sicherheit und Zuverlässigkeit von medizinischen Softwareassistenten
- Analyse, Repräsentation und Optimierung des klinischen Workflows
- Quantitative und qualitative Analyse medizinischer Bilddaten zur Unterstützung der Diagnostik und Therapie, beispielsweise krankheitsspezifische Verlaufskontrolle oder präoperative Risikoquantifizierung
- Krankheitsorientierte Bildanalyse, Bildregistrierung, Segmentierung, Klassifikation, Modellierung, Bildverstehen, Mustererkennung und Computer-Aided Diagnosis
- Intuitive Interaktions- und Visualisierungstechniken in großen Datensätzen bzw. bei multimodalen Daten und neuartigen Bildgebungsmodalitäten
- Softwareassistenten zur Therapieplanung, -simulation und -monitoring sowie zur intraoperativen Unterstützung
- Einführung von Softwareassistenten in die klinische Routine
- Innovation durch Kooperation und Technologietransfer
- Fehlerdiagnostik und Ethik in der computergestützten medizinischen Diagnostik und Therapie
- Herausforderungen für die Informatik in der bildgestützten Diagnostik und Therapie
Für den Workshop erbitten wir originäre Forschungs-, Entwicklungs- und
Erfahrungsberichte zu den oben genannten Aspekten.
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